Ratgeber
Alexandrit, Nd:YAG, Diode oder IPL: Was ist eigentlich der Unterschied?
Vier Verfahren, vier Wirkprinzipien — und kein Gerät, das für jede Haut das beste ist. Hier erfährst du neutral, was die Technologien unterscheidet.
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Das Grundprinzip aller Verfahren
„Dauerhafte Haarentfernung“ steht heute an jeder zweiten Studiotür — dahinter stecken aber sehr unterschiedliche Technologien. Damit du vergleichen kannst, erklären wir hier neutral, wie die vier verbreitetsten Verfahren funktionieren, wo ihre Stärken liegen und warum wir uns bei Lovemetics für eine bestimmte Kombination entschieden haben.
Ob Laser oder Blitzlampe: Immer wird Lichtenergie vom Melanin im Haar aufgenommen, in Wärme umgewandelt und soll so den Haarfollikel beeinträchtigen, damit langfristig weniger Haare nachwachsen. Die Unterschiede liegen in der Präzision: Welche Wellenlänge? Wie gebündelt? Wie tief?
Die vier Verfahren im Detail
IPL — die Blitzlampe
IPL (Intense Pulsed Light) ist kein Laser, sondern breitbandiges Blitzlicht (ca. 500–1200 nm). Das Spektrum verteilt die Energie auf viele Wellenlängen — nur ein Teil erreicht gezielt den Follikel, der Rest landet in der Haut. IPL-Geräte sind günstig, weshalb sie Heimgeräte und viele Kosmetikstudios dominieren. Sie arbeiten aber weniger selektiv, brauchen oft mehr Sitzungen und stoßen bei dunkleren Hauttypen schnell an Sicherheitsgrenzen.
Diodenlaser — der verbreitete Mittelweg
Diodenlaser (meist 755–1064 nm, häufig 808 nm) sind echte Laser und in vielen Studios Standard. Sie liegen wellenlängentechnisch zwischen Alexandrit und Nd:YAG und liefern solide Ergebnisse über viele Haut- und Haartypen hinweg — sind aber ein Kompromiss: nicht die maximale Melanin-Absorption des Alexandrit bei hellen Hauttypen, nicht die Tiefenwirkung und Hautschonung des Nd:YAG bei dunklen.
Alexandrit-Laser (755 nm) — der Spezialist für helle Haut
Höchste Melanin-Absorption der drei Laser-Typen: Die Energie kommt sehr effizient im pigmentierten Haar an — stark bei hellen bis mittleren Hauttypen, auch bei feinerem Haar. Grenze: dunklere oder stark gebräunte Haut, deren Eigenpigment zu viel Energie abfangen würde. Mehr dazu auf unserer Seite zum Alexandrit-Laser.
Nd:YAG-Laser (1064 nm) — der Spezialist für dunkle Haut
Geringe Absorption in der Hautoberfläche, dafür Tiefenwirkung am Follikel: die schonendere Wahl für dunklere Hauttypen (Fitzpatrick IV–VI) und gebräunte Haut. Grenze: sehr feines, helles Haar braucht gegebenenfalls mehr Sitzungen. Mehr dazu auf unserer Seite zum Nd:YAG-Laser.
Vergleich auf einen Blick
| Kriterium | IPL | Diodenlaser | Alexandrit 755 nm | Nd:YAG 1064 nm |
|---|---|---|---|---|
| Echter Laser | Nein | Ja | Ja | Ja |
| Ideal für Hauttyp | I–III | I–IV | I–III | III–VI + gebräunt |
| Feines Haar | Schwach | Mittel | Stark | Mittel |
| Dunkle Haut | Ungeeignet | Eingeschränkt | Ungeeignet | Stark |
| Typische Sitzungen | Viele | 8–12 | 8–12 | 8–12+ |
Die Angaben sind Orientierungswerte aus der Praxis. Welche Sitzungsanzahl bei dir realistisch ist, hängt von Zone, Haardichte, Hauttyp und hormonellen Einflüssen ab.
Unser Fazit — und warum es keins „für alle“ gibt
Die ehrliche Antwort auf „Was ist das Beste?“ lautet: das Verfahren, das zu deiner Haut passt. Genau deshalb arbeiten wir bei Lovemetics in Dortmund mit dem Candela GentleMax Pro Plus, der beide Spezialisten — Alexandrit und Nd:YAG — in einem Gerät vereint.
So wählen wir pro Person und sogar pro Jahreszeit die passende Wellenlänge, statt jeden durch dieselbe Technologie zu schleusen. Ob das auch für dich passt, findest du am einfachsten heraus, indem du es testest: bei einer kostenlosen Probebehandlung an den Achseln.
Häufig gestellte Fragen
IPL kann den Haarwuchs reduzieren, arbeitet aber weniger selektiv als ein Laser: Das breite Lichtspektrum verteilt die Energie auf viele Wellenlängen, von denen nur ein Teil den Follikel gezielt erreicht.
In der Praxis bedeutet das meist mehr Sitzungen und häufiger nötige Auffrischungen. Wie dauerhaft das Ergebnis ausfällt, hängt von Haut, Haar und Gerät ab und ist individuell.
Diodenlaser sind echte Laser, vergleichsweise günstig in der Anschaffung und decken ein breites Spektrum an Haut- und Haartypen solide ab. Das macht sie zum pragmatischen Allrounder.
Der Preis dafür ist ein Kompromiss: nicht die maximale Melanin-Absorption des Alexandrit-Lasers bei hellen Hauttypen und nicht die Tiefenwirkung des Nd:YAG-Lasers bei dunklen.
Bei gebräunter Haut ist der Nd:YAG-Laser (1064 nm) in der Regel die passende Wahl, weil seine Energie weniger vom Melanin der Hautoberfläche aufgenommen wird.
Frisch gebräunte Haut behandeln wir trotzdem nicht. Vor jedem Termin schauen wir uns dein aktuelles Hautbild an und entscheiden dann gemeinsam.
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